Just heine
Sudhaus Saal
Donnerstag / 20:00
14. Mär 2024
Musik/Konzert / Klassik und Rezitation

Just Heine

"Aus meinen großen Schmerzen mach ich die kleinen Lieder"

Eine Veranstaltung vom Zentrum für Tanz, Therapie und Gestaltung e.V.

Beißend ironisch, entschieden europäisch, hochpolitisch und Kosmopolit – all das ist Heinrich Heine gewesen. Durch seinen unverwechselbaren Stil modernisierte er die deutsche Lyrik und bleibt in seinen Inhalten bis heute aktuell.

Kein anderer Dichter hat eine solche Flut an Vertonungen ausgelöst wie Heine, man zählt bis heute über 10.000. Das zeigt, dass Heine schon zu Lebzeiten überaus bekannt und beliebt war. Dabei fanden seine Werke nicht nur im deutschsprachigen Raum große Beachtung, sondern wurden bereits früh unter anderem ins Englische, Französische und Russische übersetzt. Bis heute inspiriert er zeitgenössische Komponisten wie Jörg Widmann, Wilhelm Killmayer oder Manfred Trojahn zu Liedkompositionen.

Just HEINE ist eine Annäherung an diese ebenso unausweichliche wie schwer zu fassende Dichterfigur. Mit den sechs Liedern aus Schuberts Schwanengesang erklingen einige der frühesten und gleichzeitig bedeutendsten Heine-Lieder.

Stücke aus dem romantisch-deutschsprachigen Kernrepertoire werden ergänzt durch nicht weniger lohnenswerte zeitgenössische wie auch fremdsprachige Kompositionen, die einen Blick auf die Vielfältigkeit der Rezeption dieses Dichters in der Musik eröffnen.

Es erklingen Werke von Franz Schubert (1797-1828), Robert Schumann (1810-1856), Fanny Hensel (1805-1847), Robert Franz (1815-1892), Guy Ropartz (1864-1955), Mykola Lyssenko (1842-1912), Wilhelm Killmayer (1927-2017) und anderen.

Louise Lotte Edler rezitiert Ausschnitte aus „Schaum der Tage“ von Boris Vian (Kapitel 18 und 19).

Die Künstler*innen werden das Programm moderieren.

Ferdinand Dehner - Tenor

Ferdinand Dehner studiert an der Hochschule für Musik Karlsruhe im Master Operngesang bei Prof. Christiane Libor und Prof. Stephan Klemm. Wichtige Impulse in seiner bisherigen Gesangsausbildung erhielt er von Prof. Hartmut Höll Prof. Rainer Trost, Prof. Axel Bauni und Prof. Stefanie Krahnenfeld. Ferdinand Dehner ist vor allem in Süddeutschland mit Liedprogrammen, in Konzerten und Musiktheaterproduktionen zu erleben; wie kürzlich im November 2023 in der Produktion der Hochschule für Musik Karlsruhe „Ariadne auf Naxos“, im September 2023 mit einem Liederabend in der Residenz Würzburg und im Juli 2023 als Solist mit dem Vokalensemble Rastatt im Zuge einer SWR-Radioproduktion. In der Spielzeit 2019/20 war er als Gast am Pfalztheater Kaiserslautern engagiert und 2021 im Zimmertheater Heidelberg in einer Neuproduktion von Terrence McNallys „Meisterklasse“ mit über 40 Vorstellungen. Anfang 2020 übernahm Ferdinand Dehner die musikalische Leitung des sinfonischen Chores der Mannheimer Liedertafel mit welchem er bisher Mozarts ‚Requiem’, das ‚Oratorio de Noël’ von Camille Saint-Saëns und Haydns ’Die Jahreszeiten’ aufführte.

Lorenzo de Cunzo - Bariton

Lorenzo de Cunzo ist ein lyrischer Bariton mit deutsch-italienischen Wurzeln. Er studierte seit April 2016 in der Klasse von Prof. Hanno Müller-Brachmann an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seinen Master schloss er mit Bestnote in der Klasse von Prof. Ingrid Haubold ab. Zuvor hat er sein Schulmusikstudium mit Hauptfach Klarinette an der Hochschule für Musik Freiburg erfolgreich beendet. Lorenzo de Cunzo war zuletzt als Masetto (W.A. Mozart, Don Giovanni) mit der Lautten Compgagney Berlin bei den Mozartfestspielen Würzburg 2019 und im Rahmen der Osterfestspiele 2021 als Hauptmann (K. Hartmann, Simplicius simplicissimus) im Theater Baden-Baden mit den Berliner Philharmonikern engagiert. Im Dezember 2021 hat er die Rolle des Vaters in Humperdincks Oper Hänsel und Gretel in einer Hochschulproduktion an der HfM Karlsruhe verkörpert und im Anschluss ein Engagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe in der Produktion „Die neuen Todsünden“ erhalten. Mit seinem italienischen Liederabend „la dolce vita!?“ wurde er Stipendiat der Riemschneider Stiftung und gewann im selben Jahr den ersten Preis im Wettbewerb des Kulturfonds Baden, dessen Vorsitz der Komponist W. Rihm war. Mit seinen Liederabenden, die sich durch starke Kontraste im stetigen Wechsel zwischen dem „traditionellen“ und zeitgenössischem Repertoire auszeichnen, konzertiert er regelmäßig bundesweit und ist in Rundfunksendungen des SWR 2 zu hören. Ab Januar 2024 ist Lorenzo de Cunzo in der Opernproduktion „Death in Venice“ am Theater Heidelberg zu hören.

Tarek El Barbari ist ein deutscher Liedpianist deutsch-ägyptischer Herkunft. Schon früh in seinem Studium bildete die Liedgestaltung einen besonderen Schwerpunkt, den er in einer intensiven Zusammenarbeit mit der finnischen Liedpianistin Pauliina Tukiainen pflegte. Er absolvierte ein Schulmusikstudium mit Hauptfach Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg sowie ein Germanistikstudium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine künstlerischen Studien konnte er im Sommersemester 2017 im Zuge des Erasmus- Programms an der Escola Superior de Música de Catalunya in Barcelona u.a. in den Klassen von Prof. Jean-François Dichamp (Klavier) und Prof. Assumpta Mateu (Lied und Gesang) vertiefen. Es folgte ein Studium in der Liedklasse von Prof. Hartmut Höll und Prof. Dr. h.c. Mitsuko Shirai an der Hochschule für Musik Karlsruhe, das er mit Auszeichnung abschloss. Ihn verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem Bariton Lorenzo de Cunzo (Stipendiaten der Riemschneider-Stiftung 2022), dem Tenor Ferdinand Dehner sowie der Sopranistin Theresa Immerz, mit der er 2021 die Finalrunde des Paula Salomon-Lindberg-Wettbewerbs erreichte. Besonders am Herzen liegt ihm zudem die Pflege verfemter Komponist*innen. Ergänzende Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Anne le Bozec, Christoph Prégardien, Javier Arrebola, Jan Philip Schulze, Axel Bauni, Peter Nelson, Ulrich Eisenlohr und Daniel Fueter.

Louise Lotte Edler – Alt
Louise Lotte Edler studiert seit 2015 Gesang bei Hanno Müller-Brachmann an der Hochschule für Musik Karlsruhe, seit 2022 studiert sie privat bei Daniela Sindram in München. Im August des Jahres 2022 folgte sie der Einladung des Goethe Instituts Santa Cruz de la Sierra, Bolivien und wurde Teil der Jury des ersten Bolivianischen Gesangswettbewerbes. In diesem Rahmen unterrichtete sie vor Ort die Teilnehmer*innen in einem Meisterkurs. Sie ist Preisträgerin des Richard Wagner Verbandes und des Lions-Musikpreises.

Informationen

Ort & Einlass

Sudhaus Saal
Bestuhlt / Freie Platzwahl
Einlass ab 19:00

Preise Vorverkauf

Eintrittspreis: 23,00 Euro
Ermäßigt: 15,00 Euro
inkl. Gebühren

Preise Abendkasse

Eintrittspreis: 26,00 Euro
Vorverkauf>> Hier klicken